140 Jäger und 60 Hunde im Einsatz Massive Hatz auf Wildschweine im Raum Kulmbach

Von Peter Engelbrecht

Vor allem Windschweine sind im Visier: Die größte Drückjagd im Raum Kulmbach wird am Samstag im Staatsforstgebiet „Stadtsteinacher Forst“ stattfinden. Gut 140 Jäger und 60 Hunde werden daran teilnehmen.

Den Wildschweinen geht es am Samstag an den Kragen. Foto: red

Das berichtete der Mitorganisator, der Stadtsteinacher Revierleiter Albin Schmidt. Aus Sicherheitsgründen sei es erforderlich, den gesamten Staatsforstkomplex von 7 bis 13 Uhr zu sperren und das Betretungsrecht für Spaziergänger und Holzwerber einzuschränken. Die Geschwindigkeit auf der Staatsstraße von Stadtsteinach nach Presseck wird bis Schwand während dieser Zeit auf Tempo 40 begrenzt, Ortsstraßen werden komplett gesperrt. „Eine Kugel kann drei bis vier Kilometer weit fliegen“, begründete er die großräumige Absperrung.

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Die Drückjagd wird auf einer Fläche von 600 Hektar Staatsforst und 150 bis 200 Hektar umliegenden Privatwald stattfinden, kündigte Schmidt an. Er organisiert die Jagd gemeinsam mit dem Staatsforst Nordhalben. Allein die Sperrung der Straßen kostet mehr als 2000 Euro, zwei Feuerwehren sind zur Absicherung eingesetzt.

„Die Drückjagd ist die bislang effektivste Methode, Wildschweine zu jagen“, sagte Schmidt. Die Schäden, die sie in der Landwirtschaft anrichten, seien bedauerlich hoch. Eingesetzt sind 60 speziell ausgebildete Stöberhunde, die Wildschweine und Rehe aufstöbern und aus dem Wald jagen sollen. Die Hunde tragen spezielle Schutzwesten aus Kevlar, die lebenswichtige Körperteile vor Angriffen von Wildschweinen schützen. Der Bauernverband begrüßt diese Art der gebietsübergreifenden Bejagung und hat sie in der Vergangenheit immer wieder gefordert. „Die Wildschweinplage ist im Frankenwald ein riesiges Problem“, sagte der Kulmbacher Kreisobmann Wilfried Löwinger.