11.000 Sportschuh-Plagiate aus dem Verkehr gezogen

 Der Zoll hat im Fährhafen Sassnitz auf der Ostseeinsel Rügen einen Schmuggel mit fast 11.000 gefälschten Sportschuhen auffliegen lassen. 

"So etwas hat man nicht alle Tage", berichtete Zolloberinspektor Welf Winter, der am vergangenen Mittwoch an der Aktion beteiligt war. "Normalerweise stoßen wir auf Zigaretten und Betäubungsmittel." Sportschuh-Plagiate in dieser Größenordnung zu entdecken, sei eher selten.

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Es war ein ausgebuffter Plan: Erst auf seiner Fahrt nach Italien sollte der 38-jährige lettische LKW-Fahrer über sein Handy weitere Anweisungen erhalten, wo er die fast 11.000 Plagiate von Sportschuhen eines amerikanischen Herstellers (Nike) abliefern sollte.

Doch aus der vermutlich in Deutschland geplanten Übergabe der heißen Ware wurde nichts. Aufmerksame Zöllner haben das in unauffälligen Kartons verpackte Schmuggelgut im Fährhafen hinter Stapeln legaler "No-Name" Schuhe entdeckt.

Bei dem Fund handelt es sich um den größten Schmuggelfall von Plagiaten im Nordosten seit einem Jahr, sagte Zollsprecher Detlef Kähler. Der Marktwert einer vergleichbaren Ladung echter Schuhe liegt nach Angaben des Hauptzollamtes Stralsund bei rund einer Million Euro.

dpa