1. Rechner nachts ausschalten
Morgens braucht der Rechner fürs Hochfahren vielleicht eine Minute. Aber dafür bietet er acht Stunden lang weniger Angriffsfläche.
Damit Ihr Privatleben privat bleibt: 11 Tipps von Datenschutz-Expertin Dr. Marion Hermann aus Bayreuth.
Morgens braucht der Rechner fürs Hochfahren vielleicht eine Minute. Aber dafür bietet er acht Stunden lang weniger Angriffsfläche.
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Ein alter Hut, aber immer noch gut. Zehn bis zwölf Zeichen sollten gute Passwörter schon haben. Und natürlich: Für verschiedene Dienste verschiedene Passwörter wählen. Damit man nicht den Überblick verliert, gibt es zum Beispiel das Programm KeePass, das alle Passwörter verwaltet.
Zu groß ist die Gefahr von Spam. Wenn Sie irgendwo Ihre Kontodaten eintragen sollen: Lassen sie es.
Das nervt, hilft aber. Die Expertin rät zu Programmen, die sich mehrfach pro Woche aktualisieren. „Wenn ich in einer Woche kein Update mache, läuft etwas falsch", sagt Hermann. "Nur einmal im Monat ist fatal.“ Insbesondere die Umsonst-Schutzprogramme bringen oft zu wenige Updates heraus.
Wenn man irgendwo ein Passwort eingibt, muss dieses Kürzel in der Web-Adresse stehen. Das „s“ zeigt an, dass die Passwörter verschlüsselt übertragen werden.
Und zwar mit Daten und Berechtigungen. Der Whatsapp-Messenger will zum Beispiel Zugriff auf alle Kontaktdaten und erfasst auch die von Bekannten, die kein Whatsapp haben und den Richtlinien also nie zugestimmt haben.
Wenn die Kinder zuhause auf dem Arbeits-Tablet kostenlose Spiele spielen oder sich irgendwo einloggen, haben sie vielleicht Tür und Tor für Schädlinge geöffnet.
Mittlerweile gibt es sogar Versuche in Einkaufsmärkten, wo mittels WLAN und Bluetooth am Handy genau erfasst wird, welche Wege wer geht und was er kauft.
„Ich hab keine besonderen Daten, die können ruhig spionieren“? Falsch. Jeder hat Daten, die für Hacker interessant sind. Steuererklärung online gemacht? Mal im Chat über den Chef gelästert? Achtung.
Das Internet vergisst nicht, aber man kann ab einem selbst gewählten Zeitpunkt weniger Spuren hinterlassen. Google hat ein Löschgremium, das man kontaktieren kann, um eigene Daten aus dem Netz zu holen. Dabei wird allerdings nur der Link gelöscht. Sie sind dann schwerer zu finden, sind aber de facto noch da.
Wer weniger personalisierte Werbung will, sollte das sogenannte Tracking ausschalten, zum Beispiel mobile Daten und GPS. Und in den Browsereinstellungen weniger zulassen. Das kostenfreie Programm AdBlock schützt schon ganz gut.