11 Tipps von der Expertin So schützen Sie Ihre Daten

Von Julia Rau

Damit Ihr Privatleben privat bleibt: 11 Tipps von Datenschutz-Expertin Dr. Marion Hermann aus Bayreuth.

Daten kann man auch ohne Schredder schützen. Foto: Andreas Harbach Foto: red

1. Rechner nachts ausschalten

Morgens braucht der Rechner fürs Hochfahren vielleicht eine Minute. Aber dafür bietet er acht Stunden lang weniger Angriffsfläche.

Nach der Werbung weiterlesen

2. Passwörter mit Klein- und Großbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen

Ein alter Hut, aber immer noch gut. Zehn bis zwölf Zeichen sollten gute Passwörter schon haben. Und natürlich: Für verschiedene Dienste verschiedene Passwörter wählen. Damit man nicht den Überblick verliert, gibt es zum Beispiel das Programm KeePass, das alle Passwörter verwaltet.

3. Geldangelegenheiten nie per Mail regeln

Zu groß ist die Gefahr von Spam. Wenn Sie irgendwo Ihre Kontodaten eintragen sollen: Lassen sie es.

4. Virenschutz aktualisieren

Das nervt, hilft aber. Die Expertin rät zu Programmen, die sich mehrfach pro Woche aktualisieren. „Wenn ich in einer Woche kein Update mache, läuft etwas falsch", sagt Hermann. "Nur einmal im Monat ist fatal.“ Insbesondere die Umsonst-Schutzprogramme bringen oft zu wenige Updates heraus.

5. Auf "https" achten

Wenn man irgendwo ein Passwort eingibt, muss dieses Kürzel in der Web-Adresse stehen. Das „s“ zeigt an, dass die Passwörter verschlüsselt übertragen werden.

6. Was kostenlos ist, bezahlt man meist

Und zwar mit Daten und Berechtigungen. Der Whatsapp-Messenger will zum Beispiel Zugriff auf alle Kontaktdaten und erfasst auch die von Bekannten, die kein Whatsapp haben und den Richtlinien also nie zugestimmt haben.

7. Privat bleibt privat, beruflich bleibt beruflich

Wenn die Kinder zuhause auf dem Arbeits-Tablet kostenlose Spiele spielen oder sich irgendwo einloggen, haben sie vielleicht Tür und Tor für Schädlinge geöffnet.

8. WLAN und Bluetooth aus, wenn man es nicht braucht

Mittlerweile gibt es sogar Versuche in Einkaufsmärkten, wo mittels WLAN und Bluetooth am Handy genau erfasst wird, welche Wege wer geht und was er kauft.

9. Sich wichtig nehmen

„Ich hab keine besonderen Daten, die können ruhig spionieren“? Falsch. Jeder hat Daten, die für Hacker interessant sind. Steuererklärung online gemacht? Mal im Chat über den Chef gelästert? Achtung.

10. Spuren beseitigen

Das Internet vergisst nicht, aber man kann ab einem selbst gewählten Zeitpunkt weniger Spuren hinterlassen. Google hat ein Löschgremium, das man kontaktieren kann, um eigene Daten aus dem Netz zu holen. Dabei wird allerdings nur der Link gelöscht. Sie sind dann schwerer zu finden, sind aber de facto noch da.

11. Verfolger abschütteln

Wer weniger personalisierte Werbung will, sollte das sogenannte Tracking ausschalten, zum Beispiel mobile Daten und GPS. Und in den Browsereinstellungen weniger zulassen. Das kostenfreie Programm AdBlock schützt schon ganz gut.