Wenn die Krisen- und Reformdebatten allein Maßstab wären, dann müssten die Straßen und Plätze der Republik am 1. Mai dicht gefüllt sein mit protestierenden Menschenmassen. Etliche Errungenschaften der Arbeitnehmer – erworben in Jahren des Wohlstandsgewinns – stehen zur Disposition. Doch die Mobilisierungsfähigkeit der Gewerkschaften am Tag der Arbeit ist begrenzt, weil sie in harter Konkurrenz zum Freizeitbedürfnis der Menschen steht, gerade zu Beginn eines langen Wochenendes. Daher ist viel Folklore, aber kein überwältigendes Aufbegehren zu erwarten.
1. Mai Wenn die Hütte brennt
Matthias Schiermeyer 30.04.2026 - 15:06 Uhr